Es gibt gute Gründe, eine Website selbst zu bauen. Wer Ihnen erzählt, Selbermachen
sei grundsätzlich ein Fehler, verkauft Ihnen etwas.
Das Wichtigste in Kürze
Nebenprojekt, Verein oder Testphase: bauen Sie selbst.
Soll die Website Aufträge bringen und ist Ihre Zeit verrechenbar: geben Sie es ab.
Der teuerste Weg ist der abgebrochene – ein halbes Jahr probieren und dann doch jemanden holen.
Es scheitert fast nie an der Technik. Es scheitert an den Texten.
Bauen Sie selbst, wenn …
Sie eine Idee erst testen. Solange unklar ist, ob das Angebot trägt, wäre jedes Honorar verfrüht.
es ein Verein oder Nebenprojekt ist. Wenn niemand davon lebt, muss auch niemand investieren.
Sie Freude daran haben. Wer gern gestaltet, lernt dabei etwas, das bleibt.
Sie wirklich nur eine Visitenkarte brauchen. Name, Angebot, Kontakt – das schaffen Sie an einem Nachmittag.
Wenn die Website nichts verdienen muss, muss sie auch nichts kosten.
Geben Sie es ab, wenn …
die Website der erste Eindruck ist – bei Praxen, Kanzleien und Beratungen fast immer
Ihre Arbeitszeit verrechenbar ist – vierzig Stunden Bastelei sind dann Umsatzverlust, keine Ersparnis
Sie es schon zweimal angefangen und wieder liegen gelassen haben
es um Vertrauen in einem sensiblen Bereich geht: Gesundheit, Recht, Finanzen
Wo Selbermachen typischerweise scheitert
Die Texte
Das leere Textfeld ist die eigentliche Hürde. Über die eigene Arbeit zu schreiben,
ohne zu übertreiben und ohne zu untertreiben, ist schwer – und es entscheidet über
die Wirkung. Viele Projekte liegen monatelang, weil «nur noch die Texte fehlen».
Die mobile Ansicht
Am grossen Bildschirm sieht alles gut aus. Auf dem Handy rutschen Bilder, brechen
Überschriften seltsam um und Schaltflächen werden zu klein – und die meisten
Besucher kommen von dort.
Das Aufhören
Eine Website ist nie fertig, sie ist irgendwann gut genug. Ohne Aussenblick
verschiebt sich dieser Punkt immer weiter, und am Ende ist die Website nicht
schlecht – sie ist nur nie online gegangen.
Ein einfacher Test
Schritt1
Was ist Ihnen eine Arbeitsstunde wert?
Nehmen Sie den Betrag, den Sie einer Kundin verrechnen würden.
Schritt2
Mal vierzig.
So viele Stunden kostet eine Website, die Sie anschliessend guten Gewissens verlinken.
Schritt3
Höher als die Offerte?
Dann ist Selbermachen die teurere Variante – gerechnet, nicht gefühlt. Ist es
tiefer, machen Sie es selbst, ohne schlechtes Gewissen. Die Rechnung greift nur
dann nicht, wenn Ihnen das Bauen Freude macht. Dann ist es kein Aufwand,
sondern Feierabend.